Man mag es kaum glauben, aber 2007 wurde Heinz Florian Oertel – achtzig. Er erzählte aus einem prallen Journalisten-Leben.
Viele sportliche Höhepunkte wurden vom blumigen, leidenschaftlichen Stil Heinz Florian Oertels begleitet, ob von der Friedensfahrt, Sparwassers Siegtor bei der WM 1974 oder die Pirouetten der Katarina Witt. Legendär wurde seine Begeisterung über den zweiten Olympiasieg des Marathonläufers Waldemar Cierpinski 1980: "Männer, Väter habt Mut: Nennt eure neugeborenen Söhne heute Waldemar!" Tatsächlich wurden einige Waldemars gemeldet…
Außerdem moderierte er "Ein Kessel Buntes", 25 Jahre lang im Berliner Rundfunk den "Sonntagmorgen in Spree-Athen", und 17 Mal wurde er – so oft wie kein anderer – zum DDR-Fernsehliebling gewählt. Am 31. Dezember 1991 las Oertel zum letzten Mal die Sportnachrichten. Danach verschwand er schlagartig aus Radio und Fernsehen.
Untätig ist der dreifache Vater und inzwischen mehrfache Großvater bis heute nicht: In den Neunzigern war er Rhetorik-Dozent an der Freien Universität Berlin, Lehrbeauftragter an der Göttinger Universität, er schrieb Bücher, moderierte Veranstaltungen und kommentierte hin und wieder Sportereignisse für verschiedene Medien.
Natürlich brachte der Autor Heinz Florian Oertel zum Lesen und Talken in Greiz und in Gera ein druckfrisches Buch - "Unser Olympiabuch – Turin 2006" - mit, das er gemeinsam mit Kristin Otto herausgab. Natürlich mit vielen Berichten über die gerade zu Ende gegangene Olympiade in Turin. Aber auch Spannendes, Lustiges und Wissenswertes aus seinem Schaffen und Privatleben werden die Besucher dieses unterhaltsamen Abends erleben.